Die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau der Kunsthalle Bremen sind noch in vollem Gange, doch seit ein paar Tagen ist es wieder möglich, durch das Museum zu wandeln und seine Lieblingsbilder zu betrachten - virtuell, versteht sich.
Viele deutsche sowie internationale Museen und Ausstellungshäuser bieten mittlerweile virtuelle Touren durch ihre Ausstellungsräume an, der Rundgang durch die Kunsthalle Bremen ist in seiner Art jedoch einzigartig. Neu an dem virtuellen Rundgang, den die Kunsthalle zusammen mit Christian Gröger (www.think-quicktime.com) seit der umbaubedingten Schließung des Museums im Dezember letzten Jahres konzipiert hat, ist das Zusammenspiel von 360°-Rundumansichten der Museumsräume und umfangreichen, kurzweilig aufbereiteten multimedialen Informationen.
Im Winter 2008 wurden die Ausstellungsräume der Kunsthalle vor dem Umbau fotografisch festgehalten und sind nun durch Maus-Klick oder mithilfe der Pfeiltasten des Menüs virtuell begehbar. Der Besucher betritt die virtuelle Kunsthalle über die Internetseite der Kunsthalle (unter www.kunsthalle-bremen.de/Virtueller-Rundgang/) im Erdgeschoss und kann durch alle Geschosse und Sammlungsräume navigieren. Nicht nur Nostalgiker kommen dabei auf ihre Kosten, Kurztexte für Erwachsene und Kinder sowie über siebzig Audiobeschreibungen für Klein und Groß zu insgesamt 72 ausgewählten Kunstwerken vermitteln Inhalte und bringen dem User Höhepunkte der Kunsthallen-Sammlung näher. Unter dem Motto „Kunst Club Bremen-Video: Sag deine Meinung!“ kommen Jugendliche zu Wort, die in 13 Kurzfilmen einen erfrischenden und originellen Zugang zur Kunst bieten.
Zudem erlaubt eine Zoom-Funktion, ausgewählten Kunstwerken besonders nahe zu kommen. Hoch aufgelöste Bilddateien erlauben es, Details zu erkunden, die beim regulären Museumsbesuch mit dem bloßen Auge nur schwer erkennbar sind.
Die Herausforderung für die Programmierung der Tour bestand darin, die umfangreichen Informationen und die hohe Datenmenge der Panoramabilder in Einklang zu bringen und gleichzeitig eine schnelle, benutzerfreundliche Handhabung zu ermöglichen.